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Philippe Coutinho bei Bayern – der neue Arjen Robben?

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Die Verantwortlichen, Spieler und Fans, ja, ganz Bayern München konnte an diesem Wochenende tief durchatmen. Nicht weil sie gegen Hertha BSC Berlin zum Bundesligaauftakt einen Punkt geholt hatten, sondern vielmehr weil sie auf dem Transfermarkt den ersehnten Wunschtransfer realiseren konnten. Nachdem sie vor zwei Jahren James Rodriguez von Real Madrid ausliehen, kommt nun erneut ein in Spanien unzufriedener Topspieler auf Leihbasis zum deutschen Rekordmeister.

Philippe Coutinho ist für eine Leihgebühr von 8,5 Millionen Euro sowie einer Kaufoption in Höhe von 120 Millionen der Auserwählte, der das bayrische Selbstverständnis wieder gerade rücken soll. Gerade gegen Mannschaften wie Hertha erwartet man an der Säbener Straße eigentlich nichts anderes als drei Punkte. In den letzten Wochen war jedoch der Wurm drinne, in der Transferpolitik, in der Kommunikation und zumindest ansatzeweise in der Leistung der Mannschaft.

Bei der Vorstellung von Coutinho überraschten weniger die zufrieden funkelnden Augen der Beteiligten, sondern vielmehr die zugewiesene Rückennummer 10 für Coutinho. Nach Arjen Robbens (Rückennummer 10) und Frank Riberys (7) Abgang sollten die eng mit den langjährigen Bayern-Stars verknüpften Nummern erstmal nicht vergeben werden. Doch am Ende entschied man sich beim Rekordmeister um. Der Transfer sollte ein Signal an die Mannschaft und an die Liga zugleich sein, ganz nach dem Motto: „Mit uns ist nicht zuspaßen, sondern zu rechnen!“ Dem Spieler wollte man zudem bereits vom Tag eins an die Anerkennung, Respekt und den Stellenwert vermitteln, den dieser beim deutschen Meister zugeschrieben wird. Signale also, die Coutinho in seinen zwei Jahren bei Barcelona nicht in der Deutlichkeit genoss. Kritiker behaupten, dass der Brasilianer genau deswegen nicht an seine überragende Zeit beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp anknüpfen konnte. Zur Erinnerung: im Jahr 2018 wechselte Coutinho für ganze 120 Millionen Euro (plus 40 Mio. an möglichen Bonuszahlungen) zu Barca und ist damit bis heute der drittteuerste Spieler aller Zeiten!

Doch bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die Vergabe von Robbens Trikotnummer gar nicht so fern liegt. Zwar unterscheiden sich beide in ihrer exakten Spielweise, teilen jedoch auch zahlreiche Gemeinsamkeiten. An erster Stelle ist dabei die immer gleiche, aber äußerst effektive Art sich in Schussposition zu bringen, zu nennen. Von äußerer Position so lange nach innen ziehen bis sich eine Lücke ergibt und dann den Ball in den langen Winkel streicheln – das konnte in der Form, in der Präzison und vor allem in der Häufigkeit in der Bundesliga nur einer, Arjen Robben. Jeder Verteidiger wusste was auf ihn zukommt, verhindern konnte dieser es aber in den wenigsten Fällen. Verteidiger der Premier League und der Primera Division kennen diese Art ebenfalls, aber von einem anderen Spieler. Philippe Coutinhos Signature-Move erinnert in Teilen sehr an Arjen Robben. Mit dem Unterschied, dass Coutinho meist einen kürzeren Anlaufweg nimmt, dafür aber längere Weiten überhaupt nicht scheut.

Wir haben euch einfach mal die FIFA Stats beider Spieler hinterlegt, wie seht ihr die beiden?

Coutinho trifft gegen Schalke

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